St.-Pauli-Kirche Bobbin
Mittelalterliche Wallfahrtskirche
Bereits 1250 wurde in Bobbin nahe dem Ostseebad Glowe eine Kirche urkundlich erwähnt, die als die einzige Feldsteinkirche Rügens gilt. An ihrer Stelle wurde um 1400 die heutige Kirche mit dem Schiff samt hölzerner Flachdecke, dem Chor mit Kreuzrippengewölbe und der Sakristei gebaut. Ein Jahrhundert später erhielt das mit Backsteinformteilen im gotischen Stil errichtete Gotteshaus einen Westturm aus Backstein mit eingebundenen Feldsteinen. Mitte des 17. Jahrhunderts wurde die Kirche barock umgestaltet und erhielt eine neue Ausstattung.
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Der Taufstein, die Fünte, ist das älteste Ausstattungsstück, das wahrscheinlich aus der Vorgängerkirche stammt. Ein Sakalschrein stammt aus der Zeit kurz nach 1400. Eine Schranktruhe aus dem Jahr 1600 diente einst als Opfertruhe. Auf der Kanzel von 1662 befinden sich Darstellungen biblischer Gestalten. Der Altaraufsatz von 1668 zeigt Motive aus dem Leben Jesu Christi. Ein Beichtstuhl kam erst im 18. Jahrhundert in die Kirche, die im 15. und 16. Jahrhundert eine der rügischen Wallfahrtskichen war, in der Besuchen und Wohltätern päpstlicher Ablass gewährt wurde. Gestühl und Orgel stammen aus dem 19. Jahrhundert. Das Geläut wurde um 2002 erneuert, im Zuge dessen wurde die Glocke aus der Mitte des 17. Jahrhunderts restauriert.
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